Historie und Erhalt der Weiheranlage


Um die die Weiheranlage zu erhalten, müssen wir viel zur Wassererhaltung tun. Erfahren Sie unter Wasserversorgung mehr dazu.

Alles hat seine Geschichte auch der ASV Bildstock nach fast 50 Jahren. Erfahren Sie in Historie mehr dazu.


Der Saufangweiheranlage in den 80iger Jahren
Der Saufangweiheranlage in den 80iger Jahren

Der Saufang

Ein Fleckchen Erde wunderschön, das war er schon von Anfang. Doch schöner noch erblüht er heut, der ruhig gelegene Saufang.

Woll´n die Menschen sich erholen, dann geh´n sie runter in sein Tal. Zuweilen auch auf leißen Sohlen, denn eben fängt ein Mann ein Aal.

Ein Paradies für jeden Angler, sie sitzen Stunden Tag für Tag. Sie sind auch dann noch gute Sportler, wenn so gar nichts beißen mag.

Wie schon gesagt für jeden Mann, ist dieses Fleckchen Erde, an dem man sich erbauen kann zu bewundern niemals müde werde.

Elfriede Guckeisen


Vereinsgründer und Initiator der Saufangweiheranlage

Albert Guckeisen †, Träger des Bundesverdienstkreuzes


Geschichte der Weiheranlage und des ASV Bildstock Saufang e.V.

Der Saufangweiher in Bildstock ein Kleinod im Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet.

 

 

Am Ende des Jahres 1957 hatten die Saarbergwerke AG damit begonnen, im Trenkelbachtal einen Damm im Bereich des heutigen Autobahnabschnittes der A8 aufzuschütten.

 

Für die damalige Grube Maybach sollte ein großer Klärweiher geschaffen werden. Unter dem Absinkweiher, der damals entstand, wurden alle Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen überflutet, sodass der schöne Landschaftsstreifen verschwand.

 

Mit der Einstellung der Förderung auf der Grube Maybach im Jahr 1964 half sich die Natur zunächst selbst. Mit dem Stopp der Schlammzufuhr wurde das Wasser des Absinkweihers immer klarer und sauberer. Erste Fische fanden im Gewässer eine Heimat. Bäume, Büsche und viele Pflanzenarten wuchsen wieder rund um den Weiher.

 

Da das Umweltbewusstsein zur damaligen Zeit noch nicht so stark ausgeprägt war, wie das heute der Fall ist, wurden im Laufe der Zeit Abwässer der nahe liegenden Wohngebiete in den Weiher eingeleitet und die wenigen Niederschläge waren die zusätzliche Ursache dafür, dass aus dem Weiher eine übel stinkende Kloake wurde und die Fische eingingen. Zudem trat je nach Witterung, eine starke Geruchsbelästigung für die Anwohner auf. Zur Beseitigung dieses Zustandes wurde die ldee geboren, aus dem stinkenden Gewässer einen Fischweiher und um den Weiher eine umweltfreundliche Naherholungszone zu erstellen.

 

Das Vorhaben wurde mit der Gründung des Angelsportvereins 'Saufang" Bildstock e.V durch Albert Guckeisen am 21. März 1971 verwirklicht. Bürger und Behörden der Stadt Friedrichsthal standen sehr skeptisch der Maßnahme der 21 Mitglieder, meist Bergleute und Mitarbeiter der Saarbergwerke AG gegenüber, aus dem Schlammweiher eine umweltfreundliche Naturzone mit einem Fischweiher anlegen zu wollen.

 

Als vorrangige Tätigkeit wurde die mit viel Arbeit verbundene Errichtung einer provisorischen Abwasserleitung angesehen, damit die Abwässer nicht mehr in den Weiher gelangten. Durch die Mitglieder des Angelvereins wurde über Monate hin Holz geschlagen, die Ufer gerodet, Bäume aus dem Wasser gezogen und ein 2,5 km langer Spazierweg um den Weiher geschaffen.

 

Das Mitglied wurde damals verpflichtet 60 Arbeitsstunden im Jahr zu leisten. Die meisten taten mehr. Praktisch jeden Tag wurde am Weiher mit Elan und unermüdlicher Tatkraft gearbeitet.

 

lm Jahr 1971 wurde beschlossen, eine Fischerhütte zu bauen. Heute erfreut sich diese Anglerhütte bei den Anglern, Spaziergängern und Erholungssuchenden einer großen Beliebtheit.

 

Auch seiner Aufgabe als Tierschützer hat der Angelsportverein durch Aufhängen von Vogelnistkästen, durch Anbringung von Ameisenschutzgittern und Anlegung von Brutstätten für Wasservögel auf einer künstlich abgesteckten Insel des Schilfbereiches Rechnung getragen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz geleistet.

 

lm Laufe der Zeit konnte der Naturfreund am Ufer des Weihers Enten, Rehe, Füchse, Haupentaucher, Graureiher und Fasanenvögel beobachten. Auch kleinere Schlangen wie Blindschleichen, Eidechsen und Frösche siedelten sich auf den Brutplätzen an.

 

lm Jahr 1973 zählte der Verein bereits 72 Mitglieder. lm gleichen Jahr trat der ASV dem Landesfischereiverband Saar bei.

 

Auf absehbare Zeit genügte die provisorisch verlegte Wasserleitung nicht mehr den Erfordernissen. Durch Vereinbarung baute dann der Abwasserverband eine neue Leitung, die rund um den Weiher zu einem erstellten Sammler führte.

 

Der Angelsportverein schloss anschließend einen Pachtvertrag für die Weiheranlage ab.

 

Da nach wie vor ein natürlicher Wasserzufluss fehlte, installierte die Saarbergwerke AG, die im Übrigen, wie auch die Stadt Friedrichsthal und die Forstverwaltung stets mit Rat und Tat dem Angelsportverein zur Seite stand, eine Pumpe, mit deren Hilfe nun dem Weiher wieder Wasser zugeführt werden konnte.

 

lm Jahr 1976 traten in der Wasserzufuhr größere Schwierigkeiten auf, da diese Pumpe durch einen maschinellen Schaden längere Zeit ausfiel. Der Wasserspiegel des Weihers sank daraufhin bedenklich. Als dann noch die Saarbergwerke AG im Jahr 1980 ihre Wasserhaltung nach Reden verlegte, war es ungewiss, ob die Weiheranlage überhaupt weiterhin erhalten werden kann. Auch dieses Problem wurde vom Angelsportverein „Saufang“ einer Lösung zugeführt.

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen unter Leitung von Herrn Minister Schacht, der Saarbergwerke AG, der Stadt Friedrichsthal und der Forstverwaltung wurde schließlich hinter der Autobahn eine neue Pumpenstation errichtet. Seit August 1984 versorgt diese Pumpe den Saufangweiher wieder ausreichend mit Wasser, sodass rund 120.000 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung stehen und von Anglern und Naherholungssuchenden ein idealer Platz für ihr Hobby und ihre Freizeitgestaltung vorgefunden wird.

Der Weiher ist vor allem mit Hechten, Zander, Barschen, Forellen, Karpfen, Aalen, Karauschen, Rotaugen und Brassen besetzt.

 

Um die Wasserversorgung des Saufangweihers auch künftig sicherzustellen, hat die Saarbergwerke AG beim Verkauf des Industriegeländes "Am Grubenhof Maybach" an die Lebensmittelkette "Lidl" sich ausdrücklich vertraglich das Recht vorbehalten, den Grundstücksstreifen, auf dem die Pumpenanlage für den Saufangweiher steht, jederzeit zu betreten bzw. durch Beauftragte betreten zu lassen, damit die Kontrolle und die Wartung der Pumpenanlage stets gewährleistet ist.

 

Dieses Betretungsrecht hat die Saarbergwerke AG in einem nachfolgenden Vertrag auf die Stadt Friedrichsthal übertragen.

 

Um den Ansprüchen der vielen Besucher des Saufangweihers weiter entgegenzukommen, hat der Angelsportverein im Jahr 1995 eine schöne, moderne und geräumige Grillstation errichtet, die auch fremden Vereinen, Wandergruppen und Schulklassen gegen eine geringe Gebühr für die Reinigung und das Holzmaterial zur Verfügung gestellt wird.

 

Dank der unermüdlichen Arbeit der Mitglieder des Angelsportvereins "Saufang" Bildstock, seit seines Bestehens, entstand am Saufangweiher in Bildstock ein Naherholungsgebiet, das bei den Bürgern der Stadt Friedrichsthal/Bildstock und Umgebung sowie in der Öffentlichkeit große Beachtung und Anerkennung findet. Der Angelsportverein 'Saufang' hat hier im Trenkelbachtal ein Musterbeispiel dafür geliefert, wie man durch tatkräftige Mitarbeit der Mitglieder aus einem ehemaligen Schlammweiher ein ökologisch wertvolles Naherholungsgebiet machen kann. Durch private Initiative und Unterstützung durch Staat, Politik, der Stadt Friedrichsthal und der ehemaligen Saarbergwerke AG ist mit der Anlage des Saufangweihers, trotz aufgetretener großer Schwierigkeiten, ein Kleinod entstanden, das einzigartig im Reigen der saarländischen Fischweiher ist. Der Angelsportverein "Saufang" Bildstock e.V. blickt mit Stolz auf die erfolgreichen Leistungen während seines Bestehens zurück.

 

Ein Erfolg, der von der saarländischen Landesregierung dadurch anerkannt worden ist, dass der Saufangweiher im Jahr 1990 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt wurde.